47. Internationales Wiener Motorensymposium
Ni-Cr-Co-Superlegierungen für den Betrieb zukünftiger Turbolader bei hohen Abgastemperaturen in hocheffizienten Verbrennungskraftmaschinen
Autoren
D. Petrell, B. Gehrmann, VDM Metals International GmbH, Altena; T. Storch, A. Kauffmann, G. Laplanche, Institut für Werkstoffe, Ruhr-Universität Bochum
Jahr
2026
Druckinfo
Eigenproduktion ÖVK
Zusammenfassung
Erkenntnisgewinne zur Herstellung und der Weiterverarbeitung korrosionsarmer Stähle zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglichten es der modernen Gesellschaft, Wege und Regionen jenseits des damaligen Schienennetzes zu erkunden. Auch im 21. Jahrhundert sind Fahrzeuge mit effizienten Verbrennungskraftmaschinen, aufgrund des deutlichen Gewichtsnachteils batteriebetriebener Fahrzeuge sowie regional bedingter CO2‑intensiver Stromangebote, immer noch eine attraktive Lösung aus vielerlei Perspektiven. Zur Steigerung der thermischen Effizienz verbrennungskraftgetriebener Antriebsstränge ist eine Aufladung durch einen Turbolader zielführend. Modernste Technik und neuartige Turboladerdesigns führen zu einer Bauteiltemperatur von bis zu 1000 °C. Neue Superlegierungen wie DIN 2.4750 und 2.4795 ermöglichen, im Unterschied zu den Superlegierungen UNS N07001 (auch bekannt als Waspaloy) und N07263 (DIN 2.4650, auch C-263 genannt) aus den 1950ern, bessere Kriech- und Ermüdungsbeständigkeit bei höchsten Temperaturen in Kombination mit hoher Bruchdehnung im relevanten Temperaturbereich. Die Verbesserung der mechanischen Hochtemperatureigenschaften wird durch eine höhere γ'‑Solvustemperatur sowie das Vermeiden spröder Phasen erreicht. Eine Anpassung des Ti- und Al-Gehalts sowie die Nutzung von W als zusätzlichem Legierungselement führen bei den Superlegierungen DIN 2.4750 und 2.4795 zu einer deutlichen Verbesserung der Kriechbeständigkeit und der Dauerschwingfestigkeit bei Temperaturen über 900 °C im Vergleich zu DIN 2.4650. Die Vorteile der besseren mechanischen Eigenschaften von 2.4795 verglichen zu DIN 2.4750 gehen einher mit einer leicht geringeren Oxidationsbeständigkeit.
ISBN
978-3-9504969-5-6
DOI
https://doi.org/10.62626/a7r3-ka4a
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